Freudenhaus – der Kurzfilm

ICH KAUFTE MIR EIN FREUDENHAUS UND MACHTE EIN KLEINES KINO DRAUS

Stürmische See: Die ideale Filmkulisse

Erstellt von Chritian am 9. Januar 2012 unter Allgemein

Zusammen mit meinen Freunden, die öfters als Schauspieler oder Kabelhalter herhalten müssen, hatte ich wieder einmal Lust, einen spannenden Kurzfilm zu drehen. Doch irgendwie reichte mir unsere vertraute, heimatliche Umgebung nicht mehr aus. Immer nur die gleichen Straßen, Wohngebäude und Parks, das war mir einfach zu langweilig, sodass wir das Filmedrehen gleich mit einer Reise verbanden und uns Hotels auf Sylt an der Nordsee heraussuchten. Wenige Tage später ging es dann mit dem Kameraequipment ab in den Norden. Aufgrund des stürmischen Wetters, der kalten Luft und der Dunkelheit, die auch tagsüber herrschte, musste ich einfach einen düsteren Thriller oder Horrorfilm drehen. Meine Freunde schlüpften in passende Verkleidungen, stellten Markisen als Windschutz auf und dann ging es los. Ich war quasi der Regisseur und Kameramann, der seinen Freunden Anweisungen gab. Es muss übrigens niemand denken, dass ich sie dazu zwinge. Sie machen es gern und irgendwie müssen meine Filmeideen ja auch in die Tat umgesetzt werden.

Monika begann mit der ersten Szene, die wir anschließend in schwarz-weiß verwandelten: Mit einem langen Mantel läuft sie humpelnd und blutverschmiert bei Ebbe immer weiter ins Meer, hat einen toten Blick in den Augen und läuft und läuft. Das Meer rauscht langsam an und überschwemmt sie, sodass Sie an einem qualvollen Erstickungstod stirbt und nur die Charms ihres Armbands noch auf der Oberfläche schwimmen. Natürlich starb sie nicht wirklich. Wir haben die gespielten Szenen zusammen geschnitten und auf die Gezeiten geachtet. Danach drehten wir auf einem gemieteten Boot weiter, wo der Hauptakteur der Szene, mein Kumpel Joachim, fischt und plötzlich von hinten von einem Mann – Kumpel Alex – per Axt erschlagen wird. Ketchup diente als Blut und das Geheul der Wellen als perfekte Kulisse. Am Ende des Films zeigt sich der Mörder, der Monika durch qualvolle Taten in den Tod trieb: Max, ihr Ehemann, der die Langeweile der Ehe mit Verletzungen, Quälereien etc. aufpeppen wollte… Ich sollte nur noch Horrorfilme drehen, macht einfach riesigen Spaß – vor allem am weiten und unendlichen Meer!


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